Balkonkraftwerk Steckdose: Mit Wieland oder Schuko Stecker in die Steckdose?

Jemand steckt einen Schuko-Stecker in eine Haussteckdose ein. Das Bild steht sinnbildlich für den Titel, ob man ein Balkonkraftwerk mit Schuko- oder Wieland-Stecker betreibt.

Man kauft sich ein Balkonkraftwerk und steht vor den Fragen: Gibt es eine eigene Balkonkraftwerk Steckdose? Was sind Wieland oder Schuko Stecker? Die Antworten auf diese Fragen findest du in folgendem Artikel.

Kann man ein Balkonkraftwerk in eine einfache Steckdose anstecken?

Ein Balkonkraftwerk kann an jedem Standort mit einem Stecker direkt in jede Steckdose eingesteckt und auch wieder ausgesteckt werden. Man kann es gefahrlos jederzeit aus der Steckdose ziehen und wieder anschließen. Für den Anschluss werden zwei Arten von Steckern eingesetzt: Der Wieland Stecker oder der Schuko Stecker. Der Wieland Stecker wird vom Verein VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) für den Anschluss von Mini Solaranlagen empfohlen, die Verwendung eines normalen Schuko Steckers ist auch zulässig und legal.

Was ist ein Schuko Stecker?

Wie sieht ein Schuko Stecker aus?

Ein Schuko Stecker ist die Abkürzung für Schutz-Kontakt-Stecker. Damit wird der Stecker zum Anstecken in die Steckdose für Netzspannung bezeichnet. Es ist das meist verwendete Stecksystem für elektrischen Strom in Europa. Dieser Stecker besteht aus nicht leitendem Plastik, zwei runden Kontaktstiften in der Mitte, die den Kontakt zum Stromnetz bilden, sowie zwei weiteren Kontakten für den Schutzleiter am Rand des Steckers. Die Steckdose hat für die Kontaktstifte die passenden Vertiefungen und ebenso Kontakte für die Schutzleiter. Die Schutzkontakte verbinden sich vor den Kontakten, um eine höhere Sicherheit zu gewährleisten.

Kenndaten eines Schuko Steckers

Ein Schuko Stecker leitet maximal 16A bei 230 V Netzspannung. Die Leistung eines solchen Steckers beträgt 3.680 Watt (rund 3,7 kW). Schuko Stecker sind IP44 geschützt. Das bedeutet, sie haben einen Schutz nicht nur gegen das Eindringen von Fremdkörper bis zu 1,0 mm (z.B. Insekten) sondern auch gegen Spritzwasser. Das ist ausreichend für den Gartengebrauch oder Balkon.

Ist ein Wieland Stecker Pflicht?

Der Wieland Stecker für den Betrieb einer Stecker Solaranlage ist nicht Pflicht. Der Verband VDE hat im Jänner 2023 bekanntgegeben, dass Schuko Stecker bis zu einer Einspeisungsgrenze von 800 Watt geduldet werden.

Kann der Netzbetreiber eine Wieland Steckdose vorschreiben?

Nein, Netzbetreiber dürfen den Wieland-Stecker und die Wieland Steckdose nicht vorschreiben. Es gelten Normen zur Einhaltung sicherheitsrelevanter Standards. So müssen andere Lösungen für die Probleme der Schukostecker vorhanden sein wie zum Beispiel der NA-Schutz des Wechselrichters.

Welche Vor- und Nachteile haben Schuko und Wieland Stecker?

Vor- und Nachteile eines Schuko Steckers:

  • Man benötigt keine extra Steckdose, nur die gängige Schuko Steckdose, in die man den Stecker selbst einstecken kann. Für den Betrieb der Mini Solaranlage ist keine Fachinstallation notwendig.
  • Er ist nicht normkonform, jedoch geduldet (D) bzw. erlaubt (AUT). Es erfolgt keine Überprüfung der Kompatibilität des Hausnetzes durch eine Fachkraft. Der Stecker hat freiliegende Kontakte, die ein Brandrisiko darstellen können.

Vor- und Nachteile eines Wieland Steckers:

  • Er ist VDE normkonform, minimiert Überhitzung und damit die Brandgefahr.
  • Muss mit einer Wieland Steckdose kombiniert werden. Die Installation erfordert eine Elektrofachkraft und erfordert zusätzliche Kosten.

Fazit

Wieland Steckdosen und Stecker werden für Balkonkraftwerke als VDE normkonform eingestuft, benötigen für die Installation einen Fachmann. Sie werden von Elektrofachkräften wegen ihrer Sicherheit für den Betrieb von Balkonkraftwerken empfohlen.

Schuko Stecker sind erlaubt und können von jedem Kunden selbst in die Steckdose angeschlossen werden. Da Balkonkraftwerke bereits durch den Anlagenschutz des Wechselrichters bei Problemen abgeschaltet werden, ist die Brandgefahr und Gefährdung durch Berührung der freiligenden Kontakte des Schuko Steckers zu vernachlässigen. Dennoch wird auf diese Sicherheitsbedenken bei der Verwendung von Schuko Steckern hingewiesen.

Balkonkraftwerk maximale Leistung: Wie viel Watt sind bei einem Balkonkraftwerk erlaubt?

Eine Frau zeigt ein Blatt mit einem Fragezeichen nach oben und steht vor Balkonkraftwerk-Modulen. Suggeriert wird die Frage, welche maximale Leistung mit einem Balkonkraftwerk erlaubt ist.

Kompakte Solarlösungen wie Balkonkraftwerke ermöglichen es dir, deinen eigenen Strom zu erzeugen und langfristig Stromkosten zu senken. Neben der praktischen Nutzung stehen vor allem die geltenden Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Dabei wird zwischen rechtlichen Vorgaben und technischen Normen unterschieden, die unterschiedliche Rollen spielen. Du bekommst einen Überblick über Leistungsgrenzen, Anschlussmöglichkeiten und formale Anforderungen

Das Wichtigste im Überblick:

  • Ein Balkonkraftwerk erzeugt Strom aus Sonnenlicht und speist ihn über einen Wechselrichter direkt in deinen Haushalt ein
  • Das Gesetz (Solarpaket I) legt die rechtlichen Grenzen fest: max. 2000 W Modulleistung, 800 W Einspeisung, nur Anmeldung im Marktstammdatenregister
  • Die VDE definiert die technischen Regeln und Normen, z. B. wie Anlagen angeschlossen werden und welche Steckertypen erlaubt sind
  • Unterschied: Gesetz = verbindlicher rechtlicher Rahmen, VDE = technische Auslegung und Sicherheitsstandards (keine Gesetze, aber maßgeblich in der Praxis)
  • Wichtig: Auch 2026 bilden die 2000 Watt Modulleistung und 800 Watt Wechselrichterleistung die Obergrenzen

Wie funktioniert ein Balkonkraftwerk?

Ein Balkonkraftwerk funktioniert durch den photovoltaischen Effekt. Dabei trifft das Licht der Sonne auf die Solarmodule, wodurch Elektronen freigesetzt werden. Es entsteht Elektrizität, welche gebündelt und in Richtung Wechselrichter geleitet wird. Hier wird diese von Gleichstrom in Wechselstrom gewandelt, in den Haushalt eingespeist und direkt verbraucht. Alternativ kann ein Speicher zwischen die Module und den Wechselrichter gesteckt werden, wodurch ein Live-Verbrauch nicht zwingend notwendig ist.

Wie viel Strom kann eine Mini PV-Anlage technisch erzeugen?

Betrachtet man rein die technische Seite, kann ein Balkonkraftwerk Solarstrom herstellen, wie es eine normale Solaranlage schafft – typischerweise aber etwas zwischen 800 und 2000 Watt. Balkonkraftwerke sind im Grunde einfach nur kleine Solaranlagen, welche dafür gedacht sind, die Grundlast einer Wohneinheit zu reduzieren. Deshalb wird eine solche Anlage überwiegend an Orten mit wenig Platz genutzt, wie in der Stadt – auf Balkonen, an der Fassade, auf Freiflächen wie dem Garten oder auch wie gewohnt am Dach.

Wie viel Strom darf mit Balkonkraftwerken erzeugt werden?

Die Regelung der pro Haushalt eingespeisten Menge an Solarstrom wird als „Bagatellgrenze“ bezeichnet – diese liegt in Deutschland bei 800 Watt. Diese Leistungsgrenze bezieht sich erstmal auf die Wechselrichterleistung. Bei der erlaubten Modulleistung gibt es die 2000 Watt Grenze, welche mit März 2026 von VDE-Seite (nicht Gesetzes-Seite) aufgelockert wurde. Die VDE-AR-N 4105:2026-03 regelt den Anschluss von PV-Anlagen, Speichern und Balkonkraftwerken. Im Prinzip dürfen nun auch laut VDE 800 Watt eingespeist werden.

Wie klassifiziere ich ein Balkonkraftwerk in Deutschland richtig?

Bei der richtigen Klassifizierung eines Balkonkraftwerks in Deutschland muss zwischen den rechtlichen und technischen Regelungen und Normen unterschieden werden. Hier gibt der Gesetzgeber und die VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) den Rahmen vor.

Was sagt das Gesetz (Solarpaket 1) zu Balkonkraftwerken?

Das Solarpaket I erschien im April 2024 und gibt seitdem folgenden rechtlichen Rahmen zum Betrieb von Mini-Solaranlagen vor, vor allem für die Leistungsgrenzen:

  • Die Modulleistung hat ein Obergrenze von 2000 Watt Peak
  • Die Einspeiseleistung über einen Wechselrichter liegt bei maximalen 800 Watt
  • Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt, nur noch Markstammdatenregister (MaStR)

Somit müssen Balkonkraftwerke welche diesen Rahmen einhalten, nicht mehr beim Netzbetreiber angemeldet werden, sondern nur noch im MaStR der Bundesnetzagentur.

Wie regelt die VDE Balkonkraftwerke?

Die VDE hat mehrere Normen und Anwendungsregeln veröffentlicht, welche definieren, was technisch als Balkonkraftwerk gilt. Die aktuell prägnantesten Normen regeln Mini PV-Anlagen wie folgt:

DIN VDE V 0126-95 (Produktnorm), seit Dezember 2025

Der Schuko-Stecker darf bei der Nutzung eines Balkonkraftwerks verwendet werden, solange die Modulleistung maximal 960 Watt hat, die Wechselrichterleistung liegt bei 800 Watt. Jedes System, mit mehr als 960 Watt und maximal 2000 Watt Modulleistung, muss über eine Einspeisesteckdose betrieben werden.

DIN VDE-AR-N 4105:2026-03, seit März 2026

Mit dieser Anwendungsregel wird vor allem die 2000 Watt Modul-Obergrenze technisch aufgelockert, nicht aber die 800 Watt Einspeisung. Balkonkraftwerke sind technisch also nicht auf 2000 Watt Modulleistung limitiert.

Wie wird ein Balkonkraftwerk richtig angeschlossen?

Beim Anschluss eines Balkonkraftwerks ist es in erster Linie wichtig, auf die 800 Watt Grenze (Bagatellgrenze) bei der Wechselrichterleistung zu achten, diese bildet den sogenannten Engpass in der Leistung und wird vom Gesetz und der VDE gleich behandelt. Im nächsten Schritt wird anhand der Modulleistung die Anschlussart gewählt, dies sieht wie folgt aus:

  • Modulleistung 0-959 Watt: Schuko-Stecker
  • Modulleistung 960-2000 Watt: Wieland-Stecker
  • Modulleistung >2000 Watt: Anschluss am Stromkasten

Eine Installation bis zu 2000 Watt Modulleistung ist ohne Fachbetrieb möglich, wohingegen der Anschluss von Anlagen mit mehr als 2000 Watt PV-Leistung zwingend von einem Fachbetrieb durchgeführt werden muss.

Achtung: Hast du keine Wieland-Steckdose, muss diese ebenfalls von einer Fachkraft installiert werden.

Wie wird ein Balkonkraftwerk richtig angemeldet?

Auch bei der Anmeldung, ist vor allem auf die Modulleistung zu achten. Die Anmeldung einer Balkon-Solaranlage mit maximal 2.000 Watt Modulleistung erfolgt über das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Die Anmeldung eines Systems mit mehr Leistung, wird vom Fachbetrieb – der den Anschluss vornimmt – beim Netzbetreiber durchgeführt. Die Anmeldung im Markstammdatenregister erfolgt hier ebenfalls und muss selbst vorgenommen werden.

Fazit: Welche maximale Leistung darf ich 2026 bei Balkonkraftwerken nutzen?

Eine richtige und vor allem sichere Einordnung eines Balkonkraftwerks ist notwendig, um nachträglichen Ärger zu vermeiden. Ein Balkonkraftwerk wird in erster Linie durch seine rechtlichen Grenzen definiert, welche aus dem Solarpaket 1 hervorgehen. In zweiter Linie werden die technischen Aspekte beachtet. Nur weil technisch etwas möglich ist, ist die gesetzliche Grundlage nicht zu ignorieren. Balkonkraftwerke werden 2026 über die Steckdose weiterhin mit maximal 2000 Watt Modulleistung und 800 Watt Wechselrichterleistung betrieben.

Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk?

Ein Mann schaut auf sein Handy und analysiert die Ertragsdaten wieviel Strom sein Balkonkraftwerk erzeugt hat

Ein Balkonkraftwerk kann je nach Leistungsstärke des Moduls, dem Wechselrichter, dem Standort und der Jahreszeit unterschiedlich viel Strom erzeugen. So stellt man sich die Frage: Wie viel Strom erzeugt eine 400 W, eine 600 W oder eine 800 W Anlage pro Tag und pro Jahr?
In diesem Artikel klären wir wie viel ein Balkonkraftwerk kWh am Tag und pro Jahr Strom erzeugen kann.

Wie berechnet man den erzeugten Strom eines Balkonkraftwerks?

Der Ertrag an Strom am Tag wird in Kilowattstunde (kWh) angegeben und kann selbst errechnet werden. Dafür benötigt man drei Faktoren:

die Kapazität des Balkonkraftwerks in Kilowatt (beschreibt die höchstmögliche Leistung bei besten Bedingungen), die durchschnittlichen Sonnenstunden pro Tag am Standort und die Effizienz der Solarmodule (wird vom Hersteller angegeben).

Die Formel zur Berechnung der erzeugten Leistung pro Tag lautet:

kWh = kW x Sonnenstunden x Effizienz

Beispiel für eine 600 Watt Solaranlage in einem Ort mit durchschnittlichen Sonnenstunden von 7,5 Stunden am Tag (Sommer ca. 11 Stunden, Frühling und Herbst ca. 7 Stunden, Winter nur rund 5 Stunden) und einer Effizienz von 75%:

kWh = 0,6 kW x 7,5 Stunden x 0,75 = 3,375 kWh

Wie kann die Strommessung für Balkonkraftwerke erfolgen?

Die Strommessung eines Balkonkraftwerks kann direkt über Steckdosen oder Energiemesser erfolgen. Eine Outdoor Steckdose mit WLAN für mit Schuko Stecker betriebene Balkonkraftwerke findet man zwischen 25 und 60 €.

Erfolgt der Betrieb der Mini Solaranlage über eine Wieland Steckdose kann man hierfür Energiemesser um rund 45 Euro erwerben.

Das Geld für die Anschaffung dieser Geräte zur Strommessung rentiert sich insofern, da man die tatsächliche Leistung vom Modul sichtbar machen kann.

So kann die Tagesleistung beobachtet und Verbesserungen für höhere Leistung des Balkonkraftwerks gezielt vorgenommen werden.

Wie viel Strom produziert ein Balkonkraftwerk pro Tag?

In der Praxis wurden folgende Werte bei Balkonkraftwerken bei bestem Wetter und bestem Standort gemessen:

Mit einem 400 Watt Balkonkraftwerk erzeugt man in der Stunde rund 330 Watt.

Daraus ergeben sich aus einer 400 W Anlage ca. 2,6 kWh pro Tag.

Ein 600 W Balkonkraftwerk liefert in der Stunde ca. 400 Watt und daher am Tag ca. 3,2 kWh.

800 Watt Balkonkraftwerke schaffen in der Stunde ca. 600 Watt, auf den Tag gerechnet rund 4,8 kWh.

Die 940 Watt Balkonkraftwerke bringen ca. 750 Watt Energie in der Stunde und können bis zu 6 kWh pro Tag erreichen.

Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk pro Jahr?

Die Bedingungen für maximalen Stromertrag sind nicht 365 Tage im Jahr gleich. Die Berechnung beruht daher auf einem Jahresdurchschnitt an sonnigen Tagen, Regentagen, Tagen mit weniger Sonne etc. Daraus ergeben sich folgende durchschnittliche Werte zur Stromerzeugung:

Ein 400 W Balkonkraftwerk wird aus zwei 200W Paneele zusammengesetzt und mit einem 400 W Wechselrichter kombiniert und bringt unter optimalen Bedingungen Strom von rund 400 kWh im Jahr.

Ein 600 Watt Balkonkraftwerk mit einem 800 W Wechselrichter rund 600 kWh Strom im Jahr.

Mit einem 800 Watt Balkonkraftwerk (bestehend aus zwei 400W Paneelen) erzeugt man gemeinsam mit einem 800 W Wechselrichter bereits pro Jahr 800 kWh.

Das 940 Watt Modell der Balkonkraftwerke besteht aus zwei 470 W Modulen und einem 800 Watt Wechselrichter und schafft pro Jahr 940 kWh.

Wichtig zu wissen:

Ein Balkonkraftwerk kann nur so viel Strom erbringen wie der Wechselrichter zulässt, da dieser manche Anlagen beschränken kann.

In Deutschland gilt bis Ende 2023 noch die Leistungsobergrenze von 600 Watt. Die Inbetriebnahme von 800 Watt Balkonkraftwerken ist insofern zulässig, da der Wechselrichter die Anlage auf 600 Watt drosseln kann.

Zum Beispiel:

Montiert man ein 800 Watt Balkonkraftwerk bestehend aus zwei 400 Watt Modulen, können die Erträge an Strom dieser Modulkonstellation durch einen 800W Wechselrichter auf 600 Watt beschränkt werden.

Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk im Winter?

Offensichtlich erzeugt eine PV Anlage in den Wintermonaten wegen diffusem Licht, weniger Sonnenstunden am Tag und insgesamt weniger sonnigen Tagen weniger Strom. Es vermindert sich die Leistung einer Anlage in diesen Monaten auf ein Drittel. Dennoch kann die Winterstrahlung genutzt werden.

Am meisten Strom erhält man im Winter durch die senkrechte Montage der Anlage auf einem Balkon mit Südausrichtung oder der Südwand. Das Modul ist so bestens für die flachstehende Sonne ausgerichtet und gleichzeitig bleibt keine Schneedecke an der Mini Solaranlage haften.

Im Winter können die meisten Balkonkraftwerke sogar bessere Leistungen erbringen als bei extrem hohen Sommertemperaturen. Das Balkonkraftwerk arbeitet grundsätzlich bei Kälte effizienter als bei Testtemperaturen von 25°C. Die Reflexion der weißen Oberfläche von Schnee, Frost und Eis bringt zusätzliche Strahlung für die Balkonkraftwerke im Winter.

So kann man mit folgenden Stromerträgen einer Mini Solaranlage im Winter rechnen:

Ein 400 W Balkonkraftwerk bringt rund 0,8 kWh/Tag.

Ein 600 Watt Balkonkraftwerk erzeugt rund 1 kWh/Tag.

Ein 800 Watt Balkonkraftwerk produziert ca 1,6 kWh/Tag.

Das 940 Watt Balkonkraftwerk schafft 2 kWh/Tag.

Wovon hängt der Stromertrag eines Balkonkraftwerks ab?

Grundlegend für einen hohen Ertrag an Strom eines Balkonkraftwerks sind folgende Punkte:
Es soll nach Süden gerichtet, ohne Schattenfläche durchgehend in der Sonne sowie je nach Jahreszeit im 5 Grad oder 30 Grad Winkel montiert sein. Insgesamt braucht man für hohe Leistung eine maximale Sonneneinstrahlung pro Tag.

Zusätzlich sind regelmäßige Wartung, Sauberkeit, die Wattpeak der Anlage, der Wechselrichter, die Sonnenstunden und Sonnentage der Region, die Globalstrahlung (direkte und indirekte Sonnenstrahlung) und der geografische Platz vom Balkonkraftwerk ausschlaggebend für den Ertrag.

Wie kann man den Ertrag an Strom eines Balkonkraftwerks erhöhen?

Man hat ein Balkonkraftwerk zu Hause, es produziert Strom doch möchte man den Ertrag optimieren. Folgende Punkte geben einen Überblick wie man den Ertrag eines Balkonkraftwerkes erhöhen kann:

Der Ertrag wird durch Änderung des Standortes (Ausrichtung nach Süden), des Neigungswinkels (angepasst an die Jahreszeit) sowie der Sonneneinstrahlung (keine Schattenflächen) verbessert. Ist die Ausrichtung nach Süden nicht möglich, können die Module nach Osten und Westen aufgeteilt werden, um die Energieerzeugung zu erhöhen.

Unbedingt beachten:

Befindet sich bereits ein Teil des Moduls im Schatten, produziert dieses keinen Strom mehr. Bei der Auswahl des Standorts sollen Schattenflächen im gesamten Tagesverlauf vermieden werden.

Die höchstmögliche Wattleistung (Wattpeak = Wp) der Balkonkraftwerke ist ausschlaggebend für mehr erzeugten Strom. Der vorhandene Platz am Balkon, der Terrasse oder Hauswand soll so gut wie möglich mit Balkonkraftwerken verbaut werden, um mehr Strom produzieren zu können.

Das Balkonkraftwerk muss sauber und bestenfalls staubfrei sein, um effizientere Leistung erbringen zu können.

Fazit: Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk?

So viel schafft durchschnittlich ein Balkonkraftwerk Ertrag pro Tag und pro Jahr unter optimalen Bedingungen:

Ein 400 W Balkonkraftwerk mit einem 400 W Wechselrichter bringt Strom von rund 2,6 kWh/Tag und 400 kWh/Jahr.

Ein 600 Watt Balkonkraftwerk mit einem 800 W Wechselrichter erzeugt rund 3,2 kWh/Tag und 600 kWh Strom im Jahr.

Ein 800 Watt Balkonkraftwerk mit einem 800 W Wechselrichter erzeugt rund 4,8 kWh/Tag und 800 kWh/Jahr.

Ein 940 Watt Balkonkraftwerk mit einem 800 W Wechselrichter produziert 6 kWh/Tag und 940 kWh/Jahr.

Mini PV-Anlage: Kosten eines Balkonkraftwerks

Geldmünzen sind auf einem Solarmodul gestapelt im kontext des Blogartikels, wie viel ein solches kostet

Immer mehr Mieter und Eigentümer wollen bei Strompreisen von 30-40 Cent pro kWh ihren Verbrauch an Strom senken.

Wie viel wird mich ein Balkonkraftwerk kosten?

Die Anschaffungskosten von einem Balkonkraftwerk inkl. Wechselrichter und Montagehalterungen liegt unter 1.000 Euro. Je nach Leistung von einem Balkonkraftwerk ermöglicht es eine Stromkostensenkung von bis zu 350€ im Jahr. Außerdem kann man für diese Stecker Solargeräte mit geringen zusätzlichen Ausgaben rechnen. Lediglich fallen Ausgaben für Verlängerungskabel (rund 30 – 80 Euro) und Installationskosten bei Wieland Stecker Anschlüssen durch den Elektrofachmann an.

Welches Balkonkraftwerk kostet wie viel?

Balkonkraftwerke findet man in unterschiedlichen Leistungsstärken (ab 100 W) kombiniert mit Wechselrichtern bis zu 800 W. Man kann ein Balkonkraftwerk in einzelnen Modulen oder in Balkonkraftwerk Sets erwerben. Zusätzlich unterscheidet man zwischen zwei Modellen: den stabilen Balkonkraftwerken für den Balkon (auch Sonnenkraftwerk genannt) mit robusten Aluminiumrahmen und den flexiblen Balkonkraftwerken aus elastischen und leichten Modulen (nur 4 kg).

Die Kosten für ein flexibles Balkonkraftwerk sind grundsätzlich etwas höher als die Anschaffungskosten eines stabilen Moduls. Trotz der höheren Anschaffungskosten besticht dieses Balkonkraftwerk mit Leichtigkeit, einfacherer Montage und geringerer Größe als das stabile Sonnenkraftwerk für den Balkon. Zusätzlich dient das flexible Modul in kleineren Wohnungen oder Stadtwohnungen als Sichtschutz und wird von Hauseigentümern oder Vermietern eher akzeptiert als ein schweres Modul.
Flexible Balkonkraftwerke findet man zwischen 150€ und 1300€ beginnend mit 100 W Leistung. Stabile Balkonkraftwerke kosten zwischen 100 und 1000 Euro, die mit einer Leistung ab 100 W bis 940 W aufwarten.

Vorsicht:
Es werden Balkonkraftwerke mit Modulen über 940 W mit einem höheren Wechselrichter als 800 Watt angeboten, die nicht mehr als Balkonkraftwerke gelten. Der Betrieb eines Balkonkraftwerks ist nur mit einem Wechselrichter bis 800 Watt erlaubt. Ansonsten gehört es nicht mehr zu den Mini PV Anlagen sondern zu PV Anlagen und erfordern andere Anschlüsse.

Wie viel kostet ein Balkonkraftwerk in der Anschaffung?

Die kleinsten und damit leistungsschwächsten Balkonkraftwerke bestehend aus einem Modul mit 100 Watt Leistung ohne Wechselrichter findet man ab 120€. Mit Zubehör, Wechselrichter und Halterungen belaufen sich die Ausgaben auf ca. 180€.
Als nächste Größe kann ein Modul mit 200 Watt Leistung inkl. Wechselrichter und Halterung ab 280€ erworben werden. 300 Watt Balkonkraftwerke kosten auch knapp 300€.
Weiter gibt es 400 W Module, die bereits ab 350€ zu finden sind.

Anschaffungskosten für Balkonkraftwerk Sets

Für höhere Erträge an Strom können Module für eine Anlage miteinander kombiniert und ein passender Wechselrichter angeschlossen werden. Diese Kombinationen von Solarmodulen werden als Balkonkraftwerk Sets angeboten. Beispielsweise werden für 400 Watt Leistung, zwei 200 Watt Module kombiniert, für eine 600 W Anlage werden zwei 300 W oder für 800 Watt Leistung werden zwei 400 Watt oder aber auch 4x 200W Module zusammengeschlossen. Der beigefügte Wechselrichter bestimmt dann den Stromertrag von diesem Balkonkraftwerk.

Anschaffungskosten eines 600 Watt Balkonkraftwerks

Auf deutschen Balkonen gilt für Balkonkraftwerke bis zum 31.12.2023 eine Obergrenze von 600 Watt Leistung. So eine 600 Watt Anlage kostet in Deutschland ca. 1.100 Euro. Hierfür sind die 800W Wechselrichter momentan noch auf 600 Watt gedrosselt. Das Gesetz für diese Regelung wird mit 2024 aufgehoben. So können dann auch in Deutschland statt 600 kWh auch 800 kWh Ertrag abgerufen werden. Das Balkonkraftwerk arbeitet bis zu diesem Stichtag mit einem gedrosselten Wechselrichter. Das Entdrosseln des Wechselrichters von 600 Watt auf 800 W erfolgt ohne ein neues Balkonkraftwerk kaufen zu müssen.

Anschaffungskosten eines 800 Watt Balkonkraftwerks

Um mit einer Leistung von 800 kWh pro Jahr rechnen zu können, investiert man ca. 800 – 1300 € in eine 800 Watt Anlage. Ein Ertrag von 800 kWh Solarstrom pro Jahr ergibt eine Ersparnis an Strom von rund 320€ (je nach Strompreis).

Anschaffungskosten eines 940 Watt Balkonkraftwerks

Seit Sommer 2023 ist das stärkere 940 W Balkonkraftwerk als stabiles Solarkraftwerk (SKW) auf dem Markt. Es erzeugt bis zu 900 kWh im Jahr und ist mit einem 800 Watt Wechselrichter um rund 1.000 Euro erhältlich. Die Österreichische Bundesregierung schreibt für die Wechselrichter eine Maximalleistung von 800 Watt vor. So ist es erlaubt, mit einem 800 W Wechselrichter 940 W Solaranlagen zu betreiben.

Die neuen Module der neuesten Balkonkraftwerke überzeugen nicht nur mit ihren hohen Erträgen sondern mit neuester Topcon Zelltechnologie sowie einem starken 40mm Aluminiumrahmen. 900 kWh pro Jahr bringen dem Verbraucher eine Kostenersparnis von bis zu 380€ im Jahr.

Montage- und Installationskosten von einem Balkonkraftwerk

Nach dem Kauf eines Balkonkraftwerks stellt sich die Frage der Kosten für Montage und Installation.

Die Montage der Module auf Halterungen erfordern keine zusätzlichen Kosten. Man kann selbst mit ein wenig handwerklichem Geschick die Halterungen auf die Module schrauben und diese dann auf die Balkonbrüstung, der Terrasse oder der Hauswand montieren.

Die Installationskosten eines Balkonkraftwerks hängen von der Wahl des Steckers ab:
Entscheidet man sich für den Schuko Stecker, kann alles vom Nutzer ohne zusätzliche Kosten zusammengebaut, montiert und angeschlossen werden. All die genannten Mini PV Anlagen, werden anhand gängiger Schuko Stecker in die Steckdose gesteckt, gehen sofort in Betrieb und erzeugen ab diesem Zeitpunkt Energie – daher der Name Stecker Solaranlage.
Die Anschaffungskosten von einem Wieland Stecker und dazugehöriger Steckdose sind minimal höher als die eines Schuko Steckers. Der Wieland Stecker erfordert eine eigene Wieland Steckdose. Der Schuko Stecker kann in jede gängige Steckdose ans Hausnetz angeschlossen werden. Die Installation einer Wieland Steckdose muss zusätzlich von einem Elektrofachmann durchgeführt werden.

Zusammenfassend beläuft sich die Investition in eine eigene Stecker Solaranlage mit Schuko Stecker nur auf die Anschaffung der Module.

 

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Der Kauf eines Balkonkraftwerks als Mini Solaranlage für den Balkon ist eine attraktive Variante den Strombedarf zu verringern und gleichzeitig einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Umwelt zu leisten. Die Kosten für Strom in Österreich liegen im Durchschnitt zwischen 23 und 38 Cent pro kWh (Stand August 2023). Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch eines 4 Personen Haushaltes von rund 4.000 kWh im Jahr belaufen sich die Ausgaben für Strom zwischen 900€ und 1500€.

 

Amortisationszeitvon Balkonkraftwerken

Ab wann sich ein Balkonkraftwerk lohnt und amortisiert hat, hängt vom Strompreis ab. Je höher der Strompreis, umso eher rentiert sich der Ankauf einer Mini PV Anlage.

Die Amortisationszeit von einem Balkonkraftwerk kann auf 2 bis 3 Jahre geschätzt werden. Je höher die Leistung des Balkonkraftwerks, umso höhere Erträge werden erwirtschaftet und umso mehr Stromkosten erspart man sich pro Jahr. Die Amortisationszeit bleibt bei den unterschiedlichen Leistungsgrößen der Mini PV Anlagen ungefähr gleich.

Wie senkt das Balkonkraftwerk meine Kosten?

Um die Ausgaben für Strom senken zu können, muss ein Balkonkraftwerk effektiv arbeiten. Wie viel es Strom erzeugt, hängt wesentlich von drei Faktoren ab: der Sonneneinstrahlung, der Neigung und der Ausrichtung. Optimal sind dabei durchgehende Sonne am Standort ohne jegliche Schattenflächen, eine Neigung von 5 oder 30 Grad (je nach Jahreszeit) und eine Ausrichtung nach Süden.

Eine Balkon PV Anlage leitet den erzeugten klimaneutralen Strom direkt durch die Steckdose ins Hausnetz. Die angeschlossenen Geräte im Haushalt, werden von der Mini PV Anlage versorgt, soweit der erzeugte Ertrag ausreicht. Der Rest wird vom Netzanbieter an Strom bereitgestellt. Je nach Leistungsstärke und Ertrag des Balkonkraftwerks senkt es meine Stromkosten.

Verbrauchen die Geräte im Haushalt weniger Strom als das Balkonkraftwerk produziert, wird bei einem Netzeinspeisevertrag überschüssiger Strom gutgeschrieben und in das bereitgestellte Netz eingespeist. Je nach Tarif, erhält der Besitzer der Mini PV Anlage Geld vom Netzanbieter.

 

Kostenersparnis durch Balkonkraftwerke

Das 100 Watt Modul erzeugt knapp 100 kWh Strom im Jahr und spart sich jährliche Stromkosten von ca. 25 – 45 Euro.
Ein 200 W Balkonkraftwerk dient dazu, kleinere 12 Volt Geräte wie Ladegeräte für Smartphones, Beleuchtung, Fernseher mit Sat-Anlage oder eine Wasserpumpe zu betreiben. Meist findet man diese Balkonkraftwerk Sets sogar schon mit Batterie. Der Ertrag beträgt rund 200 kWh und verringert die Ausgaben für Strom im Jahr um 50 – 90€.
Mit einer 400 W Mini Solaranlage wird bereits der Stromverbrauch der Geräte im Standby Modus im Haushalt mit Solarstrom abgefangen. Daraus ergibt sich eine Verringerung der Stromkosten bei Preisen zwischen 25 und 45 Cent pro kWh zwischen 100 und 180€.
Bei einem 800 W Balkonkraftwerk rechnet man mit einem Ertrag von ca. 800 kWh im Jahr. Der jährliche Durchschnittsverbrauch an Strom bei normaler Nutzung der Geräte in einem vierköpfigen Haushalt beträgt rund 4000 kWh. Durch die Installation eines Balkonkraftwerks verringern sich die jährlichen Kosten für Strom zwischen 200€ und 360€ also um min. ein Fünftel.

 

Fazit: Balkonkraftwerk Kosten

Vorteile von Stecker Solargeräten im Vergleich zu großen Photovoltaikanlagen:
Sie erzeugen zwar ebenso klimaneutralen Strom, helfen auch bei steigenden Energiepreisen den Stromverbrauch zu reduzieren, übertreffen eine PV Anlage bezüglich Kosten bei Kauf, Montage und Installation. Eine Balkon Solaranlage ist einfacher und früher rentabel für jeden Nutzer. Die Amortisationszeit von einem Balkonkraftwerk liegt bei 2-3 Jahren, daher lohnt es sich spätestens ab dem 4. Jahr zu 100%.

 

Interessant für den kleinen Geldbeutel

Ein 100 W Balkonkraftwerk erhält man bereits ab rund 100€ und liefert sofort einen Beitrag zur klimaneutralen Stromerzeugung und Senkung der Ausgaben für Strom im Haushalt.
So kann man bestimmt sagen: Es lohnt sich ein Balkonkraftwerk, egal welche Art von Mini Solaranlagen man für sich auswählt. Jede Montage einer Solaranlage, bringt Energie, schont unsere Umwelt und unseren Geldbeutel.

Der Deye-Relais-Skandal: Qualität und Sicherheit bei Balkonkraftwerken sind unerlässlich

Solarmodul auf einem Hausdach bei Tageslicht als visuelle Darstellung eines Balkonkraftwerks im Zusammenhang mit dem Deye Relais Skandal und Wechselrichter-Themen.

Was bedeutet der Skandal um fehlende Relais in Deye Wechselrichtern für die Kunden und die gesamte Solaranlagenbranche?

Aufgedeckt: Sicherheitsmängel bei gängigen Wechselrichtern

Immer mehr Menschen möchten mit einem Balkonkraftwerk einen Beitrag zur Energiewende leisten. Zur Erleichterung des Anmeldeverfahrens gibt es gleichzeitig Bestrebungen, die Vorschriften für solche Mini-Solaranlagen zu vereinfachen. Leider machen sich einige Hersteller diese Situation zu Nutze, indem sie an wichtigen Sicherheitsmerkmalen sparen – auf Kosten der Qualität und der Sicherheit ihrer Produkte.

Der Fall Deye: Wie das Fehlen eines Sicherheitsrelais die Zertifizierung gefährdet

Der chinesische Hersteller Deye ist dafür ein aktuelles Beispiel. Bei mehreren Wechselrichtermodellen von Deye wurde kürzlich von Experten festgestellt, dass ein wichtiges Relais fehlt, das im Notfall die Verbindung unterbricht. Dieser Mangel führt dazu, dass diese Wechselrichter nicht den in Deutschland geltenden Vorschriften entsprechen und somit das Zulassungszertifikat ungültig wird.

Verdacht auf weitere Betroffene: Discounter-Wechselrichter im Fokus

Es wird vermutet, dass auch andere Wechselrichter betroffen sein könnten, insbesondere Modelle, die über Discounter vertrieben werden. Genaue Hersteller und Modelle wurden dabei nicht genannt, daher ist unklar, welche Modelle betroffen sind.

Vertrauensbruch: Wie Qualitätseinbußen die Solarbranche insgesamt belasten

Ein solcher Vorfall verursacht nicht nur Unmut und Ärger in der Bevölkerung. Er untergräbt auch das Vertrauen in Balkonkraftwerke – sowohl bei Kunden als auch bei Zertifizierungsstellen und Versicherungen. Solche Fälle können zudem den gesamten Anmeldeprozess verzögern und der gesamten Solarbranche schaden.

Hoymiles-Wechselrichter bei Green Solar bestehen alle Tests

Wir haben aber auch gute Nachrichten: Die Wechselrichter von Hoymiles, die wir bei Green Solar einsetzen, wurden ebenfalls geprüft und haben alle Tests bestanden. Sie verfügen über das erforderliche Trennrelais, das auch vorschriftsmäßig auslöst.
Häufig werden wir darauf angesprochen, warum unsere Balkonkraftwerke bei Green Solar preislich über einigen anderen liegen. Dieser Vorfall gibt eine klare Antwort darauf. Wir von Green Solar setzen auf Qualität und Sicherheit. Unsere Balkonkraftwerke durchlaufen strenge Qualitäts- und Sicherheitstests und erfüllen alle geltenden Normen und Vorschriften.

Deine Entscheidung zählt: Warum Investitionen in Qualität und Sicherheit sich auszahlen
Wenn Du Dich also für ein Balkonkraftwerk entscheidest, denke daran, dass Qualität und Sicherheit immer an erster Stelle stehen sollten. Du investierst nicht nur in grüne Energie. Du investierst auch in Deine eigene Sicherheit und in das Vertrauen in die Solarbranche. Qualität hat ihren Preis, aber diese zahlt sich langfristig aus – für Dich, für uns und für die gesamte Branche.

BNetzA ordnet vorübergehende Trennung vom Netz an

Senkst du auch schon die hohen Stromkosten durch kostenlosen Solarstrom?

Nahaufnahme von grünen Farnblättern im Sonnenlicht als symbolisches Titelbild für das Thema Stromkosten senken durch nachhaltige Energie wie ein Balkonkraftwerk.

Sie haben die ständig steigenden Strompreise satt?

Balkon-Solaranlagen sind gerade für Eigenheimbesitzer besonders attraktiv. Diese punkten in erster Linie durch ihre einfache Montage innerhalb weniger Minuten und das ganz ohne Fachpersonal.

Bestimmt hat jeder schon von Photovoltaikanlagen gehört, denn die sind nämlich seit einiger Zeit in aller Munde. Sie wandeln Strahlungsenergie in elektrische Energie um. Soweit so gut. Aber wie funktioniert das genau? Gewisse Materialien wie z.B. Silizium setzen durch Sonneneinstrahlung Elektronen frei und generieren einen Stromfluss, dadurch wird Gleichstrom generiert. Ein Wechselrichter wandelt den gewonnenen Gleichstrom in Wechselstrom um, damit er nutzbar wird. Er ist somit die Schnittstelle zwischen PV-Anlage und Stromnetz. Abgesehen von der Produktion der Module und Komponenten, kann durch PV-Anlagen elektrischer Strom ohne Emissionen produziert werden. Bei entsprechender Planung und Auslegung ist es so möglich, ein ganzes Einfamilienhaus zur Gänze autark betreiben zu können. Das bedeutet totale Emissionsfreiheit und Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Strom aus dem Netz. Das ist aber nicht so einfach. Die Nachteile sind, dass hierfür große Systeme erforderlich sind. Sie müssen individuell vor Ort geplant und als elektrische Anlage errichtet werden. Die Errichtung ist nur durch Fachkräfte gestattet und es müssen entsprechende Bauvorschriften und Anforderungen erfüllen. Meist wird hierbei auch nur ein gewisser Teil des täglichen Strombedarfs abgedeckt. Das klingt ziemlich aufwendig, nicht wahr? Das ist es auch und zudem ist ein solches System mit hohen Kosten verbunden, welche sich nicht jeder leisten kann oder will.

Kleinst-PV-Anlagen für Dein Zuhause schaffen Abhilfe

Kleinst-PV-Anlagen hingegen glänzen durch steckfertige Systeme, welche keinerlei Fachkräfte oder individueller Planung bedürfen. Die Funktionsweise der Stromgewinnung bleibt die Gleiche.

Durch die ständig steigenden Strompreise rücken Kleinst-PV-Anlagen immer mehr ins Rampenlicht. Der Grund sind die relativ geringen Anschaffungs- und Errichtungskosten. Diese Kleinsysteme sind sehr unkompliziert und nahezu überall montierbar. Sie versprechen sofort geringere Stromkosten und eine einfache Montage. Sie sind in diversen Ausführungen und mittlerweile schon in vielen Baumärkten erhältlich. Je nach Einsatzort und Verwendungszweck gibt es Module von etwa 150 bis etwa 600 Watt. Durch die mittlerweile einheitlichen MC-4 Stecker können viele Module ganz einfach miteinander kombiniert werden. Die Montage einer Kleinst-PV-Anlange kann selbst durchgeführt werden, es sind dafür keine besonderen Fachkenntnisse erforderlich. Durch die standardisierten und vorgefertigten Steckanschlüsse können die Komponenten problemlos miteinander verbunden werden.

Lohnt sich für mich eine Mini-PV-Anlage?

Grundsätzlich sind verschiedene Faktoren für die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage entscheidend.
Neben Anschaffungskosten sind die Lage des Gebäudes, der Gebäudetyp oder etwa die örtliche Installationsmöglichkeit und die Ausrichtung der PV-Module maßgebend.
Eine Südausrichtung mit einer Modulneigung von 30° wird empfohlen. Je steiler die Sonnenstrahlen auf das Modul treffen, desto mehr Ertrag ist zu erwarten. Eine Montage an einem Balkongeländer, das Richtung Süden ausgerichtet ist, leistet etwa bis zu 50% weniger Ertrag als bei einer Neigung von 30°.
Die Montage der Module kann jedoch individuell am Hausdach, an einem Gartenhaus, oder sonstigen Bauwerken erfolgen.

Betrachten wir einen berufstätigen 2-Personen-Haushalt mit einem mittleren Jahresverbrauch von rund 2.500kWh. Bei einer 500 Watt Klein-PV-Anlage mit einem Anstellwinkel von 30° und Ausrichtung nach Süden, erreicht man so einen Autarkiegrad von über 14%. Das System würde sich je nach Anschaffungskosten bereits nach 8-11 Jahren amortisieren, und das bei einer Lebensdauer von über 20 Jahren. Dabei spart auch jede einzelne erzeugte Kilowattstunde Solarstrom einen wertvollen Beitrag zur Energiewende bei.

Nimmt man an, dass österreichweit beispielsweise 10 % aller Haushalte eine Klein-PV-Anlage installieren würden, wäre das in Summe eine beträchtliche Einsparung von Energie.
In Österreich gibt es in etwa 4 Millionen Privathaushalte. Wir nehmen an, dass nur 10% davon eine Balkon-PV-Anlage mit 250 Watt Nennleistung installieren würden. Diese ist idealerweise mit 30° Neigung nach Süden ausgerichtet.
Ein 4-Personen-Haushalt benötigt pro Jahr mit Warmwasseraufbereitung etwa 5.000 kWh Strom. Mit einer 250 Watt Klein-PV-Anlage ist somit ein Autarkiegrad von bis zu 5% möglich.
Das wären somit ca. 250 kWh pro Jahr Einsparung pro Haushalt. pvaustria zufolge verursacht jede kWH aus dem österreichischen Netz etwa 280g des schädlichen Treibhausgases Co2.
Hätten nur 10 % aller Haushalte in Österreich eine Kleinst-PV-Anlage, könnten überschlagsmäßig rund 28.000 Tonnen Co2 pro Jahr eingespart werden. Berücksichtigt man die relativ günstigen Anschaffungskosten, ist das ein sehr wirkungsvolles und beeindruckendes Ergebnis.
Beispielsweise kostet ein leistungsstärkeres PV-Kleinsystem mit einer Leistung von 350W nur rund 450€. Es beinhaltet für die Inbetriebnahme alle erforderlichen Komponenten. Es ermöglicht nachhaltig Strom zu generieren und den Bedarf von fossilen Energiequellen zu reduzieren.
(Dies soll nur zur groben Veranschaulichung der Größenordnung dienen und spiegelt keine genauen Daten und Berechnungen wider.)

Vorteil von Kleinst-PV-Anlage

Die Montage der PV-Module ist abhängig vom Einsatzort selbst durchführbar, ohne spezielle Vorkenntnisse. Je nach System sind Wechselrichter bereits integriert und müssen nur mehr mit einem beiliegenden Schuko Stecker an eine Steckdose eingesteckt werden. Hingegen zu großen Systemen genügt hierbei vor dem Anstecken nur eine Meldung an den Netzbetreiber.
Der generierte Solarstrom wird so ganz unkompliziert in das Haushaltsnetz eingespeist. Von dort fließt er zu den einzelnen Verbrauchern und hilft, Stromkosten zu reduzieren.

Grundsätzlich gilt:

Generell ist im Vorfeld zu klären, ob die baulichen Voraussetzungen für ein solches Kleinkraftwerk bestehen. Es ist zu berücksichtigen, dass der Strom von Kleinst-PV-Anlagen mittels Stecker direkt in das Hausnetz eingespeist wird. Die Wirtschaftlichkeit des Systems hängt zu einem großen Teil mit den individuellen Gegebenheiten und dem persönlichen Nutzerverhalten zusammen. Es geht darum, den eigenen Strombedarf mit Sonnenenergie zu decken bzw. zu reduzieren. Bei Kleinst-PV-Systemen sind grundsätzlich keine Energiespeicherungen vorgesehen. Deshalb sollte gerade an Tageszeiten mit hoher Strahlungsintensität der Bedarf an elektrischem Strom gegeben sein. Andernfalls geht der generierte Solarstrom verloren bzw. wird nur für beispielsweise den Standby-Betrieb für Elektrogeräte genutzt. Deshalb sind diese Klein-Systeme besonders für Betriebe und Unternehmen spannend, die über den ganzen Tag einen relativ konstanten Strombedarf haben. Sollte das Nutzerverhalten nicht entsprechen sein, kann über Speichermöglichkeiten nachgedacht werden. Speichermöglichkeiten sind allerdings sehr kostenintensiv. Interessieren Sie sich für ein Balkon-PV-System für Ihr Zuhause oder Ihren Betrieb, kontaktieren Sie einen der führenden Anbieter. Greensolar ist ein Kärntner Unternehmen, das zu 100 % in Österreich produziert. Greensolar beschäftigt sich mit Energiekraftwerke rund um Ihr Eigenheim, Landwirtschaft oder Betriebsgebäude.

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